Häufige Fragen zum Abbruch: Expertenwissen kompakt
Was kostet ein Gebäudeabbruch eigentlich? Gibt es Pauschalpreise?
Ein seriöser Abbruchunternehmer nennt keine Pauschalpreise am Telefon, denn jedes Gebäude ist ein Unikat. Die Kostenkalkulation im professionellen Rückbau basiert auf drei Hauptfaktoren:
- Der umbaute Raum (Kubikmeter): Größe und Massivität des Objekts
- Die Lage & Logistik: Wie gut kommen unsere Bagger an das Objekt? Muss eine Straße gesperrt werden?
- Die Schadstoffbelastung: Dies ist der größte Kostenhebel. Asbest, künstliche Mineralwolle (KMF) oder teerhaltige Pappen müssen separat und aufwendig entsorgt werden. Unser Tipp: Wir erstellen Ihnen nach einer Ortsbesichtigung ein Festpreisangebot. So sind Sie vor Nachträgen geschützt.
Kann ich durch Eigenleistung beim Abbruch Geld sparen?
Theoretisch ja, praktisch ist Vorsicht geboten. „Entkernung in Eigenregie“ klingt verlockend, führt aber oft zu Problemen. Wenn Laien Materialien vermischen (z.B. Gips mit Bauschutt), wird der gesamte Container als „Baumischabfall“ deklariert, was die Entsorgungskosten vervielfacht. Zudem besteht bei älteren Gebäuden immer die Gefahr, unentdeckte Schadstoffe freizusetzen. Wir empfehlen: Lassen Sie zumindest die Schadstofferkundung und den Rohbau-Abbruch vom Profi erledigen.
Wie läuft ein professioneller Abbruch ab? Kommt sofort die Abrissbirne?
Die klassische „Abrissbirne“ gibt es kaum noch. Heute sprechen wir vom selektiven Rückbau, der in strikten Phasen abläuft, um die Recyclingquote zu maximieren:
- Entkernung: Entfernung aller Einbauten, Bodenbeläge, Fenster und Türen
- Schadstoffsanierung: Fachgerechter Ausbau gefährlicher Stoffe (Asbest/KMF) unter Schutzvorkehrungen (gemäß TRGS 519/521)
- Maschineller Abbruch: Der eigentliche Abriss der Gebäudehülle mit Baggern und Sortiergreifern. Hierbei werden Holz, Metall und mineralischer Bauschutt sofort getrennt
- Erdarbeiten & Recycling: Aufbereitung des Bauschutts und Herstellung eines planen Geländes für Ihren Neubau
Wie lange dauert der Abriss eines Einfamilienhauses?
Bei einem Standard-Einfamilienhaus ohne massive Schadstoffbelastung können Sie mit folgendem Zeitrahmen rechnen: Die reine Abbruchzeit beträgt meist nur 1 bis 3 Tage. Inklusive Baustelleneinrichtung, Entkernung und dem finalen Abtransport des Materials sollten Sie jedoch 1 bis 2 Wochen im Projektplan vorsehen. Großprojekte (wie Gewerbehallen) dauern entsprechend länger.
Brauche ich eine Baugenehmigung für den Abriss?
In den meisten Fällen ja. In Schleswig-Holstein und Hamburg ist der vollständige Abbruch genehmigungspflichtig oder zumindest anzeigepflichtig (Beseitigungsanzeige). Achtung: Liegt das Gebäude unter Denkmalschutz oder in einem Erhaltungssatzungsgebiet (wie oft in Lübeck), gelten strenge Sonderregeln. Hier muss eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung vorliegen, bevor wir starten dürfen. Als präqualifiziertes Unternehmen unterstützen wir Sie gerne bei den Behördengängen.
Wer haftet, wenn beim Abbruch das Nachbarhaus beschädigt wird?
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen „Billig-Anbieter“ und Fachbetrieben. HASU Abbruch verfügt über eine umfassende Betriebshaftpflichtversicherung. Vor Beginn der Arbeiten führen wir bei sensiblen Lagen (Reihenhäuser, Grenzbebauung) oft eine Beweissicherung am Nachbarobjekt durch. Sollte trotz höchster Vorsicht ein Schaden entstehen, sind Sie als Bauherr abgesichert.
Was ist ein Schadstoffkataster und warum brauche ich das?
Gemäß der aktuellen Gefahrstoffverordnung und Bauvorschriften ist der Bauherr (oder Arbeitgeber) verpflichtet, vor Beginn der Arbeiten zu prüfen, ob Schadstoffe vorhanden sind. Ein Schadstoffkataster gibt Aufschluss darüber, wo Asbest, PCB oder alte Dämmwolle verbaut sind. Dieses Gutachten schützt nicht nur die Gesundheit unserer Mitarbeiter, sondern schützt Sie vor Baustopps und enormen Kostensteigerungen, die entstehen, wenn Schadstoffe erst während des Baggerns entdeckt werden.
Was passiert mit dem ganzen Bauschutt?
Wir verstehen uns als Rohstoff-Gewinner. Mineralischer Bauschutt (Beton, Ziegel) wird gebrochen, gesiebt und kann oft im Straßenbau wiederverwendet werden. Holz und Metalle gehen ins Recycling. Nur der wirkliche Abfall landet auf der Deponie. Sie erhalten von uns nach Abschluss der Arbeiten ordnungsgemäße Entsorgungsnachweise. Diese sind wichtig für Ihre Bauakte, um nachzuweisen, dass alles legal entsorgt wurde.